Mit Erfolgsteams Z-Ziele besser erreichen
Viele Personen, mit denen ich spreche, sind beruflich oder privat unzufrieden und wollen ihre Situation verändern. Sie scheuen aber davor zurück, sich über längere Zeit einen professionellen Coach oder Mentor zu gönnen, der das Vorhaben unterstützt.
Doch wenn wir neuen Herausforderungen gegenüberstehen oder eine Situation - sei es beruflich oder privat - verändern wollen, dann fehlt uns häufig jemand, mit dem wir über unsere Vorhaben, Ziele und Probleme sprechen können. Und so sinkt mit der Zeit die eigene Bereitschaft für den Wandel, man wird unsicher, die Resultate bleiben hinter den Erwartungen und Wünschen zurück. Irgendwann befindet man sich wieder im alten Trott.
Je nach Aufgabenstellung braucht es aber gar nicht immer die langfristige Unterstützung durch einen professionellen Coach oder Mentor. Häufig reicht es schon aus, sich im eigenen Bekanntenkreis umzuschauen und mit jemandem ein Erfolgsteam zu bilden.
Ein Erfolgsteam zu bilden heißt, sich jemanden zu suchen, der uns bei unserem Vorhaben zur Seite steht. Nicht aktiv, mitten im Prozess, sondern als externer Ansprechpartner, mit dem wir reden können, der uns zuhört und uns neue Impulse gibt. Mit dem wir unsere Erfolge besprechen können, aber genauso auch unsere Fehlschläge. Der uns offen und ehrlich Feedback gibt.
Es geht darum, einen Sparringspartner zu finden, der weit genug weg von dem Vorhaben ist, um nicht durch eigene Interessen in einen Konflikt zu geraten, der sich aber zugleich für mich und mein Vorhaben interessiert. Ideal ist es, wenn es gelingt, in Zweierteams eine Win-Win-Situation zu schaffen: Man unterstützt sich gegenseitig bei den jeweiligen Vorhaben.
Um ein Erfolgsteam zu bilden und sein Potenzial auch auszuschöpfen ist es wichtig:
Den richtigen Partner zu finden: Das sollte nicht unbedingt der beste Freund sein, da dieser eher dazu neigt, nicht ganz offen die eigene Meinung zu vertreten. Es sollte aber trotzdem jemand sein, bei dem die Chemie stimmt und der sich für unser Vorhaben interessiert (und umgekehrt).
Regeln für die Zusammenarbeit und den Austausch festzulegen: Wichtig sind hier Offenheit und Regelmäßigkeit. Der Austausch kann beim persönlichen Treffen, per Telefon, aber auch per E-Mail oder Chat erfolgen - oder einer Kombination daraus. Wichtig ist nur: Regelmäßig muss es sein und beide Partner müssen sich wohl dabei fühlen. Legen Sie fest, wie Sie vorgehen wollen. Es bietet sich an, eine feste Struktur zu vereinbaren, um die Ergebnisse und Erfahrungen seit dem letzten Austausch, den aktuellen Status quo und die jetzt anstehenden Ziele und Lösungsansätze zu besprechen.
Im Erfolgsteam nehmen Sie dabei zwei Rollen ein: Für Ihr eigenes Vorhaben müssen Sie Ihre Aufgaben, Ergebnisse und anstehenden Probleme, aber auch die nächsten Lösungsschritte, strukturiert für ihr Gegenüber (und damit letztlich auch für sich selbst) aufbereiten. Auf der anderen Seite sind sie aktiverer, interessierter Zuhörer, der auch auf die Zwischentöne achtet, Verständnisfragen stellt und ggf. neue Ideen und Impulse einbringt. Dabei ist es auch wichtig, offen zu sagen, wenn Sie mit der Analyse oder dem Verhalten Ihres Gegenübers nicht übereinstimmen.
Erfolgsteams sind ein interessantes Instrument, um der Einsamkeit im Entscheidungsprozess ein Schnippchen zu schlagen und mehr Konstanz in persönliches wie berufliches Change-Management zu bringen. Dabei sind Erfolgsteams nicht darauf beschränkt, nur aus zwei Personen zu bestehen: Prinzipiell lässt sich die Idee auch auf Gruppen ausdehnen, wobei nur wichtig ist, dass sich jeder jederzeit seiner Rolle bewusst ist.
Frei, glücklich und erfolgreich kann man nur sein, wenn man viele allgemein verbreitete, aber überschätzte Dinge aufgibt.
— Robert Henri
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