Z-Fragebogen: Robert Frasch
In unserer Reihe “Z-Fragebogen” beantwortete diesmal Robert Frasch, Keyaccounter bei Dale Carnegie Österreich, unsere Fragen rund um den Weg zu mehr Zufriedenheit in Beruf und Freizeit.
Was bedeutet für dich Zufriedenheit, gerade im Hinblick auf deine langjährige Tätigkeit im Großkundenvertrieb?
Robert Frasch: Zufriedenheit entsteht für mich dann, wenn ich merke, dass ich mit Kunden eine Beziehung aufbauen kann, die über das aktuelle Tagesgeschäft hinausgeht. Das zeigt sich für mich darin, dass wir über Themen sprechen, die mit meinem aktuellen Produkt nichts zu tun haben. Oder darin, dass ich meist sehr viel über die Lebensgeschichte weiß und darüber, wie meine Ansprechpartner persönlich „ticken“. Und wenn es mir dann noch gelingt, Verknüpfungen herzustellen und Tipps zu geben (z.B. auch mal Freizeittipps, Lokale etc.), dann sind das jene Tage, an denen mein Job ganz besonders Spaß macht.
Was tust du, um deinen Z-Faktor spontan zu steigern, beispielsweise wenn es gerade mal nicht perfekt läuft?
Robert Frasch: Was immer funktioniert ist, gut essen zu gehen. Das macht im Freundeskreis immer doppelt viel Spaß, funktioniert aber auch allein recht gut. Da ich am Neusiedlersee wohne gehe ich auch gerne mal zum Seeufer, vorzugsweise zeitig in der Früh, und lasse einfach die Stille auf mich wirken. Natur und Stille bringen für mich die Dinge wieder in die für mich richtige Wertigkeit zurück.
Gibt es Situationen, bei denen du beobachtest, dass sie deine Zufriedenheit immer wieder negativ beeinflussen? Wie gehst du mit wiederkehrenden Störfaktoren um?
Robert Frasch: Unprofessionelles Verhalten im Sinne von „aus der Hüfte schießen“ bzw. Aktionismus machen mich immer unentspannt. Gerade im Großkundengeschäft ist es meiner Erfahrung nach sinnvoll, sich über Aktionen und deren Auswirkungen immer schon vorab Gedanken zu machen. Was ich dagegen mache? Tja, das ist leider nicht immer so professionell: meist schäume ich ziemlich, pfauche jeden an der mir in den Weg kommt und spinne vor mich hin. Das ist für mich zwar gleich wieder vorbei und ich bin auch überhaupt nicht nachtragend, aber für die anderen? Da gibt’s noch immer viel zu lernen.
Wie schaffst du es, im Spannungsfeld zwischen Beruf und Familie deinen Z-Faktor hoch zu halten?
Robert Frasch: Auf meinem Schreibtisch, meinem Bildschirmhintergrund, meinem Handy finden sich Bilder meiner Frau und meines Sohnes. Die erinnern mich immer daran, was für mich im Leben wirklich wichtig ist. Für die Beiden ist es auch nebensächlich, ob ich „ein toller Hecht“ im Beruf bin. Wichtig ist ihnen nur, dass ich Zeit habe. Daher trage ich jede Woche 2 Termine „David Kindergarten bringen“ in den Terminkalender ein. Die können sich zwar tageweise verschieben, werden aber nie gestrichen. Dazu habe ich jeden Freitag homeoffice eingerichtet. Damit ist sichergestellt, dass ich da bin, wenn ich aufhöre zu arbeiten. Und nicht noch auf der Autobahn im Stau stehen muss. Und wann immer es geht, fahre ich mit dem Zug nach Wien. Damit habe ich beim nach Hause fahren die Gelegenheit, schon zu lesen oder klassische Musik zu hören. Und komme damit entspannt zu Hause an, ohne noch Autostress mitzubringen. Ach ja, mein Handy schalte ich oftmals bewusst aus!
Hast du einen ganz speziellen Tipp für uns, wie du persönlich zu Ruhe und Zufriedenheit findest?
Robert Frasch: Immer wieder mal den Buchtitel von Lothar Seiwert ins Gedächtnis rufen: Wenn Du es eilig hast, gehe langsam. Gerade wenn es eng wird, nehme ich bewusst Tempo heraus (eben das Gegenteil von Aktionismus). Wenn mein nächster Schritt „sitzen“ MUSS, dann nehme ich mir doppelt so viel Zeit für die Bewertung der Fakten, als sonst. Und langfristig ein Zitat aus „Die Legende von Bagger Vance“ – Es geht nicht darum, dass Spiel zu gewinnen. Sondern es zu spielen. In diesem Sinne wünsche ich allen viel Spaß beim Spielen, ohne immer gleich an den Endzweck zu denken.
Herzlichen Dank für deine Antworten!
Robert Frasch ist Sales Manager bei DCA und hat in 20 Jahren aktivem Verkauf sowie Verkaufsleitung und Management viel praktische Erfahrung in der Logistik gesammelt, insbesondere bei TNT. Diese Erfahrung bringt er ab sofort in die Leitung des Vertriebs und die Betreuung von Großkunden bei Dale Carnegie Austria ein. Nach seinem Motto „it’s always people business“ ist ihm die Verbindung von Menschlichkeit und Erfolgsorientierung ein wichtiges Anliegen. Robert Frasch ist verheiratet, hat einen Sohn und entspannt am liebsten bei klassischer Musik und/oder einem guten Buch.
In der Reihe ‘Z-Fragebogen’ veröffentlichen wir die Antworten auf fünf Fragen rund um das Thema “Mehr Zufriedenheit in Job und Familie”. Die Idee dahinter: Zufriedenheit ist ansteckend, Zufriedenheit ist erlernbar! Die Antworten sollen den Lesern Anregungen geben, über ihren eigenen Z-Faktor nachzudenken und zu mehr Zufriedenheit zu finden.
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— Antoine de Saint-Exupéry
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